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Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Zwischen Prozesssicherheit und Digitalisierung

Der an der Valve World Expo thematisierte Zusammenhang zwischen Armaturen- und Chemieindustrie reicht von der Prozessführung bis zur Energieeffizienz. (Bild: Messe Düsseldorf)

Steigende Anforderungen an Energieeffizienz, Prozesssicherheit und Emissionsminderung verändern die Anforderungen an industrielle Armaturen. In der Chemieindustrie treffen diese Entwicklungen auf komplexe Prozesse und hohe Anforderungen an Anlagen. Welche Rolle Armaturen, Antriebe, Messtechnik und digitale Systeme dabei spielen können, gehört zu den Themen der Valve World Expo, die vom 1. bis 3. Dezember in Düsseldorf stattfindet.

Armaturen sind in der chemischen Prozessindustrie weit mehr als klassische Absperr- und Regelkomponenten. Sie sind Bestandteil von Anlagen, in denen Medienströme gesteuert, Prozesse überwacht und Betriebszustände zuverlässig eingehalten werden müssen. Mit zunehmender Automatisierung und Digitalisierung wachsen dabei auch die Anforderungen an die Komponenten und ihre Einbindung in übergeordnete Systeme.

Der an der Valve World Expo thematisierte Zusammenhang zwischen Armaturen- und Chemieindustrie reicht von der Prozessführung bis zur Energieeffizienz. Die Kombination aus Armaturen-, Antriebs- und Messtechnik ermöglicht beispielsweise, Betriebsdaten kontinuierlich zu erfassen und Prozesse automatisiert zu regeln. Digitale Funktionen können darüber hinaus dazu beitragen, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Wartungsmaßnahmen gezielter zu planen.

Eine weitere Entwicklung betrifft den Einsatz von Wasserstoff. Die zunehmende Nutzung von Wasserstoff als Energieträger stellt Anforderungen an Werkstoffe, Dichtheit, Sicherheit und die Auslegung von Komponenten. Für die Armaturenindustrie ergeben sich daraus neue beziehungsweise angepasste Einsatzfelder entlang verschiedener Prozess- und Versorgungsketten.

Auch künstliche Intelligenz rückt im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Anlagen stärker in den Fokus. Aussteller der Valve World Expo verweisen unter anderem auf die Möglichkeit, Betriebsdaten mithilfe von Algorithmen auszuwerten, Anomalien zu erkennen und Wartungsintervalle auf Basis von Zustandsdaten anzupassen. Für Betreiber chemischer Anlagen steht dabei weniger die Technologie als solche im Vordergrund als deren konkreter Nutzen für Verfügbarkeit, Prozessführung und Instandhaltung.

Die Veranstaltung greift diese Entwicklungen im breiteren Kontext der industriellen Armaturentechnik auf. Schwerpunkte der Messe sind unter anderem globale Energie, Prozessindustrie und Sicherheitsventile, Digitalisierung und Automatisierung sowie die gesamte Wertschöpfungskette der Armaturenindustrie. Damit richtet sich das Angebot nicht nur an Hersteller von Armaturen, sondern auch an Anwender aus verschiedenen Prozess- und Energieindustrien.

Für Fachbesucher aus der Chemie- und Prozessindustrie bietet die Valve World Expo damit vor allem einen Überblick darüber, wie sich die Schnittstelle zwischen Fluidtechnik, Automatisierung und digitaler Anlagenführung entwickelt. Die konkrete Relevanz einzelner Technologien hängt dabei weiterhin von Prozess, Medium, Anlagenkonzept und betrieblichen Anforderungen ab.

Infos zum Messebesuch

Datum: 1.–3. Dezember 2026
Öffnungszeiten: täglich 9–18 Uhr
Ort: Messe Düsseldorf
Bereich: Hallen 1 und 3
Anzahl Aussteller: Mehr als 500
Programm: Valve World Conference
Tickets: www.valveworldexpo.de

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