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Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Neue Technologie für Pyrolyse von Kunststoffabfällen

(Bild: Shutterstock)

Sulzer erweitert das Portfolio chemischer Technologielösungen um eine neue Schnellkondensationstechnologie für die Pyrolyse von Biomasse und Kunststoffen.

Die neue Technologie wird bei der Erhitzung von Kunststoffen, der Pyrolyse, eingesetzt und kühlt die dabei entstehenden Gase schneller ab. Das daraus resultierende Pyrolyseöl kann als Brennstoff verwendet oder zur Herstellung wertvoller Chemikalien raffiniert werden. Die rasche Abkühlung der Pyrolysegase, das sogenannte «Quenching», verhindert weitere chemische Reaktionen und eine mögliche Produktzersetzung. So werden Qualität und Ertrag für das Kunststoffrecycling verbessert.

Die neue Technologie berücksichtigt die wichtigsten betrieblichen Herausforderungen mit einer Anti-Fouling-Technologie, einer wartungsarmen Konstruktion, einer flexiblen Kapazität und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Letztere reichen von Polyolefinen (PP/PE) und Polystyrol (PS) bis hin zu Biomasseabfällen. Sie ermöglicht eine optimale Reaktionskontrolle für Pyrolyseprozesse, was sich positiv auf den Ertrag auswirkt.

Die mit «PyroCon» bezeichnete Lösung optimiert die Kondensation überhitzter Dämpfe durch eine Flüssigkeitsrückführung in einem Design, das Dampfeintrittstemperaturen von bis zu 600 Grad aushält. Damit soll die Kreislaufwirtschaft für Lösungsmittel, Chemikalien und Kunststoffe gefördert werden. Tim Schulten, Divisionspräsident der Sulzer Chemtech. «PyroCon fördert den Kreislauf von Kunststoff- und Bioabfällen. Damit handelt es sich um eine wertvolle Technologie für nachhaltiges Abfallmanagement und Wertstoffrückgewinnung.»

www.sulzer.com

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